Tipps für den Alltag

Wechseljahre - cool bleiben

Ab Mitte 40 treten bei Frauen im Durchschnitt die Wechseljahre ein. Der Körper produziert immer weniger Östrogen, die Periode bleibt schließlich aus. Eine große Umstellung, die häufig mit Beschwerden verbunden ist. Neben Schweißausbrüchen, Kreislaufproblemen und Schwindel ist vor allem ein Problem typisch für diese Zeit: Hitzewallungen, vielfach das erste Anzeichen überhaupt für die einsetzenden Wechseljahre. Diese Anstiege der Körpertemperatur treten regelrecht anfallartig auf, sind häufig mit Schweißausbrüchen, Herzklopfen und Hautrötungen verbunden. Auch Übelkeit und Frösteln oder Erschöpfung nach der Hitzewallung können dazukommen.  All diese Symptome können die Betroffenen sehr belasten. Nächtliche Hitzeattacken sorgen unter Umständen für Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit, man ist unkonzentriert und leicht reizbar. Da sich die Wechseljahre, wie der Name schon sagt, eine Weile ziehen können, leiden Frauen schnell einmal bis zu fünf Jahren an Hitzewallungen. Wie oft diese auftreten, ist unterschiedlich, es kann bei einem oder zwei Malen am Tag bleiben, es kann aber auch zu mehreren Dutzend Hitzeattacken pro Tag kommen.

Wenn die Beschwerden zu stark belasten oder sich gar nicht in den Griff bekommen lassen, ist es sinnvoll, mit dem Frauenarzt oder der Ärztin über eine Hormonbehandlung zu sprechen. Es gibt jedoch einiges, was man vorher ausprobieren kann, um die Hitzewallungen einzudämmen und während der Wechseljahre cool zu bleiben.

Dazu gehört es, Kaffee, Alkohol und Nikotin zu reduzieren. Diese Stoffe bringen den Östrogenspiegel noch weiter zum Sinken und damit die Regelung der Körpertemperatur durcheinander. Wer also ohnehin schon an Hitzewallungen leidet, sollte den Konsum an Kaffee und Zigaretten einmal genauer beobachten und entsprechend zurückfahren. Koffein steckt auch in schwarzem Tee, wer hiervon viel trinkt, sollte die Menge also auch reduzieren.

Auch die Ernährung hat Einfluss auf die Hitzewallungen: Wenig rotes Fleisch und Fett und dafür viel Obst, Gemüse und Vollkorn sind immer gesund, vor allem in den Wechseljahren ist es aber sinnvoll, dem Körper mehr leichte Ernährung anzubieten und ihm nicht zu viel zuzumuten. In Kombination damit ist viel trinken wichtig, am besten ist hier nach wie vor Wasser.

Auch Sport bringt einen besser durch die Wechseljahre. Frauen, die vor den Wechseljahren bereits regelmäßig Sport getrieben haben, leiden in aller Regel weniger an den Beschwerden. Einsteigen kann man schon mit regelmäßigen langen Spaziergängen, Walken und Radfahren bieten sich ebenfalls an. Auch Wechselduschen sind häufig hilfreich, eine Alternative dazu ist das Wassertreten.

Neben diesen Gewohnheiten gibt es auch Hausmittel, die gegen Wechseljahre helfen. Jeder Körper ist anders, daher kann es eine Weile dauern, bis man das richtige Mittel gefunden hat. Man sollte Hausmittel immer über einige Wochen ausprobieren, die Wirkung stellt sich nicht unbedingt sofort ein. Spricht man nicht darauf an, kann man zum nächsten Mittel übergehen, man sollte jedoch nicht mehrere Hausmittel kombinieren.

Die Ausnahme hier bildet Salbei, dieser kann auch zusammen mit anderen Hausmitteln eingenommen werden. Man kann täglich zwei Tassen ungesüßten Tee trinken, möglich ist es aber auch, den Salbei als Präparat einzunehmen. Salbei hat mehrere positive Wirkungen, im Falle der Wechseljahre ist er aber vor allem gegen häufiges Schwitzen gut.

Um gegen den fallenden Östrogenspiegel anzugehen, bieten sich mehrere pflanzliche Mittel an, die dem Körper pflanzliche Östrogene oder ähnliche Hormone zuführen. Dazu zählen Rotklee, den man unter anderem als Tee zu sich nehmen kann, oder auch Traubensilberkerze, die in Tablettenform eingenommen wird. Bei Letztere dauert es aber bis zu zwei Wochen, bis eine Wirkung eintritt.

Ähnlich verhält es sich mit Johanniskraut, auch dieses wirkt erst nach ein paar Wochen, hilft dafür aber gegen depressive Stimmungen, die die Hitzewallungen und die Wechseljahre grundsätzlich begleiten können. Viel Soja zu essen hilft dem Körper ebenfalls gegen Hitzewallungen und durch die Wechseljahre.

Bei nächtlichen Hitzewallungen verschafft es ein wenig Erleichterung, auf die richtige Temperatur im Schlafzimmer zu achten, diese sollte zwischen 16 und 18 Grad liegen. Auch das Fenster nachts gekippt zu lassen, kann helfen, da so immer ein wenig Sauerstoff in den Raum kommt. Angenehmer als synthetische Bettwäsche ist Baumwollbettwäsche, diese ist atmungsaktiv und lässt dem Körper so sprichwörtlich mehr Luft.